Oscar und Onkel Paul

Die wirklich wichtigen Dinge sind in den letzten Tagen nicht in der Bretagne passiert. In Hamburg wurde Klein-Oscar geboren, einen herzlichen Glückwunsch an die junge Familie mit den Eltern Nina und Peer. Egal wozu sich Oscar später berufen fühlt, ob als Lautern oder Pauli-Fan, ob als Balletttänzer oder als Segler oder als irgendwas anderes, ich bin mir sicher Ihr werdet ihm das richtige Rüstzeug mitgeben, seinen Lebensweg zu gehen. Geniest einfach den neuen Lebensabschnitt als Familie, die Unterstützung aus der Pfalz, aus dem Schwabenland und auch aus Flensburg habt ihr zu jeder Zeit. Auf jeden Fall führt jetzt an „Opa Hägar“ kein Weg mehr dran vorbei….. 😉

Paul ist auch in dieser Zeit des Jahres geboren, heute vor 26 Jahren erblickte er das Licht der Welt. Auch Dir einen herzlichen Glückwunsch und viel Freude und Erfolg in dem neuen Lebensjahr.

Und Julius hatte am 17.7. Geburtstag und wurde 17. Auch Dir alles Gute und viel Spaß im letzten Jahr vor Deiner Volljährigkeit. Es gibt in den kommenden Jahren also noch mehr zu feiern in diesen Tagen. Hoffentlich viel auf See beim Segeln.

Die unwichtigeren Dinge geschehen dagegen hier in der Bretagne. Gestern war ein Hafentag vor allem mit Einkaufen, aber auch Eis essen, Kaffee und Bierchen trinken.

Die Einkaufshelden – Taxi Mangelware – stattdessen wurde der Einkauf mit dem Einkaufswagen quer durch die Stadt bugsiert um anschließend auf die Fähre (im Hintergrund) verladen zu werden

Wahlweise im Programm war eine Wanderung an den lauschigen Ufern des Odet entlang, der als einer der schönsten Flüsse Europas beschrieben wird.

Der Weg war wunderschön mit einigen für einen Hochseesegler fast schon hochalpinen Passagen. Auch die Dichte der Pfälzerwaldvereins-Hütten ließ am Anfang zu wünschen übrig, nicht einmal ein Hinweisschild auf die nächste Einkehrmöglichkeit und die Sonne brannte erbarmungslos den Wunsch nach einer kühlen Rieslingschorle in die Hirne der erschöpften Wanderer. Dann wie aus heiterem Himmel die Erlösung. Mitten im Wald hörten wir auf einmal das Glockengeläut einer Kirche. Dem einen oder anderen gingen bei diesen Tönen die Sünden der letzten Tage durch den Kopf, und wie der sie denn beichten könne, die Pfälzer hatten sofort die richtigen Schlüsse gezogen: Wo eine Kirche ist ist ein Dorf. Im Dorf steht die Kirche oft auf dem Dorfplatz. Am Dorfplatz gibt es eine Kneipe. Nach einer viertel Stunde Navigation nach Gehör sassen wir dann tatsächlich in einer Kneipe mit einem kühlen Radler (sowas wie die bretonische Variante einer Rieslingschorle, war uns aber egal).

Beim Rückweg kamen wir über die Brücke des Odet und konnten die hafenbaulichen Kunstfertigkeiten der Bretonen bewundern. Wo es irgend geht wird eine Boje verankert, und schon hat man einen neuen Liegeplatz. Geht doch auch einfach, ohne Planfeststellungsverfahren, Bebauungsplan und Bauantrag mit Statikberechnung in 18-facher Ausfertigung. Wer genau hinschaut kann unsere Belle Ile sicher erkennen.

Heute Morgen haben wir dann den Rest der nächtlichen „brise de terre“ genutzt und sind um 0730 abgelegt zum nahen Archipel „Iles de Glenan“ der Karibik in Europa. Hier ankern wir vor einen traumhaften Sandstrand mit türkisblauem Wasser. Alle waren schon schwimmen, auch wenn die Wassertemperatur nicht unbedingt karibischen Gegebenheiten entspricht. Das Archipel ist sehr beliebt, so dass es hier sogar eine Seenotrettungsstation mit einem Kreuzer gibt. Die Besatzung desselben ist äußerst aufmerksam. Eine Schwimmerin wollte zu ihrem Boot zurückschwimmen, und wurde durch den Strom abgetrieben. Tom, unser Geheimagent 008 kam den Seenotrettern zuvor und rettete die Erschöpfte vor den Augen der Profis. Aber Respekt vor der SNSM, dass sie in dem Gewühl von Ankerliegern, Schwimmern, Paddlern und unzähligen Segel- und Surfschülern so aufmerksam waren.

Außerdem ist kurz vor der Einfahrt in die Glenans uns noch die IMOCA 65 „Yes we Cam“ entgegengekommen. Die Segler unter Euch wissen, dass dies das Boot des bretonischen Vendée Globe Helden Jean Le Cam ist, der Anfang des Jahres bei der Einhand non-stop Weltumsegel-Regatta einen Landsmann mitten im Südpazifik aus der Rettungsinsel gerettet hat. Dabei war ja auch unser deutscher Segler Boris Herrmann dabei, um bei der Suche zu helfen. Ob Jean heute allerdings an Bord war hat sich uns nicht erschlossen, einen solchen berühmt-berüchtigten Segelboliden aber live so nahe an sich vorbeisegeln zu sehen, ist schon sehr beeindruckend. Es ist hier schon ein besonderes Gewässer, das immer wieder mit Überraschungen aufwartet.

Bleibt uns gewogen wir melden uns bald wieder.

Euer Hägar

4 Gedanken zu „Oscar und Onkel Paul“

  1. Wow, herzlichen Glückwunsch an die Eltern, Großeltern, Urgroßeltern, Onkels, Tanten und wer sich auch immer glücklich fühlt!

    Euer CI

  2. Hi Andreas
    Etwas verspätet………..Herzlichen Glückwunsch Opa Andreas. Finde heute erst die Zeit Deinem Blog zu folgen. War selbst in Urlaub und nun schon wieder im Alltag. Genieße noch die restlichen Urlaubstage. Bis bald. LG Moni

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