Ile d’Yeu

Liebe Blogleser,

gestern war ein Hafentag, nach der schönen Nachtfahrt und der Ankunft am Morgen. Auf der sehr schönen Ile d’Yeu sind einige Fahrrad gefahren oder gewandert. Hier ein paar Impressionen.

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Wir legen jetzt ab und melden uns wieder von der Ile de Noumatier in ein paar Stunden

 

Wetter und Tide

Liebe Leser unseres Bretagne Blogs,
in unserem jüngsten Abenteuer letzte Nacht haben wir das Tiden-Segeln mit der Wetter-Navigation verknüpfen können und wurden für die Mühen einer weiteren Nachtfahrt mit einigen Seemeilen unter Segeln statt vieler Motorstunden belohnt.
Die Analyse der Wetterprognose über einen längeren Zeitraum ergab für den Tag gestern keinen bis wenig Wind aus NW bis W, also genau aus der Richtung, in der unser nächster Zielhafen Port-Joinville auf der Insel Il D’Yeu von Les Sables-D’Olonne aus lag. Und auf 32 sm unter Motor gegen Wind und Strömung hatte aus den StSG-Crews keiner wirklich Lust.
Die gute Nachricht war, dass der Wind gegen späten Nachmittag auf 6 Bft auffrischen, dann wieder auf moderate 15 bis 20 kn abflauen und im Laufe der Nacht auf NE drehen sollte. Dies bedeutete für unseren geplanten Kurs Halbwind true von Steuerbord. Vorschlag von unserem Flottenskipper Hägar daher, wir legen gegen 1 Uhr morgens in Les Sables ab und versuchen vor Niedrigwasser am nächsten Vormittag das Ziel zu erreichen.
Das Niedrigwasser in Port-Joinville lag um 11:14 bei 0,6 m, wir befinden uns kurz vor Neumond und damit Springtide. Die flachste Stelle der Hafeneinfahrt ist 1,20 m tief und wir mussten die X46 mit ihren 2,50 m Tiefgang ohne in der Zufahrt festzusitzen und damit den ganzen Fährverkehr zum Festland zum Erliegen zu bringen spätestens um 09:30 Uhr ankommen oder aber 4 Stunden draußen bis zur nächsten Flut warten.
Gesagt-getan: nach ausführlicher Besprechung des Ablegemanövers (Lerneffekt aus dem mühseligen Anlegen vom Vortag) waren alle Vorbereitungen um 00:45 erledigt, so dass die Leinen auf unserer „Tempo“ pünktlich gelöst waren und Karsten mit einem Bilderbuchmanöver in die dunkle Nacht starten konnte.

Unser Schlag von Les Sables nach Port-Joinville

Zu Beginn erlebten wir noch viel Gegenverkehr der zurückkehrenden Fischerboote in der engen Zufahrt nach Les Sables, nach der zweiten Kardinaltonne und 2 sm unter Motor ging dann das Groß mit einem Reff nach oben und bescherte uns mit der Genua rauschende 6 Knoten Fahrt. Die Voile de Layon unter Skipper Bernd hatten wir die ganze Nacht in Sichtweite. Die beiden doch recht unterschiedlichen Yachten segelten mit der selben Geschwindigkeit und auch der selben Höhe am Wind. Unser Katamaran Belle Ile bezahlte seine höhere Geschwindigkeit mit weniger Höhe am Wind und durfte daher noch zwei Kreuzschläge extra machen und suchte vor dem Starten der Motoren vor dem Zielhafen noch nach Resten eines Fischernetzes in den Schrauben, dessen Reste sie die Nacht durch für ein paar Seemeilen hörbar mitgeschleppt hatten.
Der Wind drehte wie vorhergesagt stetig nach Steuerbord und die beiden Monohulls konnten den Kurs stetig auf das Ziel hin korrigieren, das wir dann auch – ohne Motor – vor der geplanten Zeit schon um 08:20 fast ausschließlich unter Segelkraft erreichen konnten. Sebastian legte sowohl am Empfangssteg als auch in unserer finalen Box ohne Fremdkontakt perfekt an. Der Belle Ile konnten wir dann 30 Minuten später vom Steg aus beim Anlegen helfen und die Insel Ile D’Yeu belohnte uns heute mit Sommerwetter und vielen schönen Eindrücken.

Die Prognose für die nächste Woche ist unverändert trockenes und warmes Wetter über 20 Grad mit Wind aus nördlichen Richtungen mit 6 bis 30 kn. Wir werden also weiterhin die Tide mit dem Wetter kombinieren können.

Euer Wetterfrosch, Tom

Die Belohnung für den Nachtschlag: wieder ein Bilderbuch-Sonnenaufgang
Unsere Monohulls am Ankunftssteg

Die Belle Ile füllt die Hafeneinfahrt
…und das Hafenbecken

Plan B

Liebe Freunde,

heute hat sich mal wieder gezeigt, dass es nicht schlecht ist einen Plan B zu haben. Wir wollten eigentlich auf die Ile de Re, das Sylt von Frankreich. Ein Anruf, ob wir mit der dicken Berta da überhaupt rein könnten belehrte uns eines besseren. Es war mal wieder eine Regatta und der Hafen komplett voll. Also Plan B und statt 15 Meilen mit eienm Raumschlag 35 Meilen hauptsächlich gegenan. Und dann auch noch Gegenstrom. Es gibt für einen Segler wahrscheinlich nichts deprimierenderes als eine Kreuz im Gegenstrom. Die erste Wende mit einem wahren Winkel von 140 Grad…Also die ersten 10 Meilen unter Motor. Danach ein schöner Anleger nach Les Sables d’Olonnes, das Mekka der Transatlantik und Weltumsegler.

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Für die Segler unter Euch. An der Kreuz bei wenig Wind sind die Monohulls dem Kat deutlich überlegen, was Speed und Wendewinkel angeht. Vor dem Wind kann der Kat sein Potenzial ausspielen. Bei Voll und Bei und 3 Windstärken waren heute alle drei Boote nahezu gleich schnell. Auch die dicke Berta konnte sowohl die Höhe, als auch die Geschwindigkeit der anderen Boote halten. So sind alle gleichzeitig nach mehreren Stunden angekommen.

Bernd hat auch noch einen Bericht vom Ankern geschrieben, herzlichen Dank.

Ankern in Tidengewässern

Um den Reiz einer Sternenklaren Nacht zu genießen und auch um viel Spaß zu haben sollten man unbedingt nachts in einer lauschigen Bucht ankern. In der Regel wird es ein unvergessliches Highligt es Törns werden.
Ein solches Vorhaben sollte gut vorbereitet werden, daher studiert man die Karte des Gebietes, liest Revierführer und holt verschiedene Wetterberichte ein.
Ganz wichtig ist es einen geschützten Bereich oder Bucht anzulaufen, an dem es nachts ablandigen Wind hat. Falls der Anker nicht richtig hält, will man im umgekehrten Fall ja nicht sofort an der Leeküste stranden.
Auch die optimale Wassertiefe auf der geankert werden soll, muß genau kalkuliert werden. Aktuell haben wir einen Tidenhub von rund 4 m, die Ankerstelle ist so zu wählen, dass man bei Ebbe nicht aufsitzt und es auch im Schwoikreis der Ankerkette keine untiefen Stellen oder Hindernisse gibt.
Nach einigem Suchen haben wir auf der Karte den Bereich vor der Saint Denis d Orleron gefunden. In den zugehörigen Hafen konnten Teile der Flotte nicht einlaufen und auch der Rest hätte am nächsten Tag warten müssen bis die Flut genügend Wasser zurückgebracht hat, dies wäre erst um ca 14-15 h gewesen.
Der Platz hinter der Insel versprach auch Schutz vor der Atlantikdünung, die regelmäßig mit 0,7-1 m hohen Wellen aus W-NW anrollt. Bis zur Nordsitze der Insel waren es immerhin rund 2,5 sm.
Also sind wir in La Rochelle aufgebrochen und haben die optimale Ankerbucht angesteuert. Beim Auslaufen hatten die „Tempo“ noch kurz ein Problem mit überhitztem Motor, aber nach einer gründlichen Überprüfung und Reinigung der Motorkühlung konnte es losgehen.
Am geplanten Ankerplatz angekommen waren wir überrascht, dass dieser -wegen des seicht ansteigenden Meeresbodens- ziemlich weit von der Küste entfernt war. Auch war der Buchtcharakter nur zu erahnen. Ein weiters Manko war, dass die Atlantik Dünung sich noch ein bisschen um die Inselspitze herumschlängelte und etwas Schwel herrschte. Trotzdem: Der Wind ließ bereits wie vom Wetterbericht prophezeit nach und der Untergrund war gut haltender Sand.
Nachdem die Anker ausgebracht waren, konnten wir umgehend die zuvor intensiv diskutierte Frage beantworten: Wie richtet sich das Boot aus: allein nach dem Wind, oder nach der Strömung?
Die Antwort: Meistens siegt die Strömung, auch wenn diese lauf Bloc Marine nur 0,5-0,8 kn betragen sollte. In der Regel kämpfen Wind und Strömung gegeneinander und daher liegt man irgendwie „quer“. Ist doch nicht schlimm werden die Landratten sagen, aber wir können euch berichten, daß es unangenehm sein kann, wenn die Wellen quer oder auch von hinten kommen und unter das Heck schlagen.
Der Abend war sehr lustig, es wurde intensiv dem Pfälzer Wein zu gesprochen, der Sternenhimmel wunderschön, die Nachtruhe leider etwas beeinträchtig.

 

Leider konnten die Bilder von Bernd nicht hochgeladen werden, deshalb hier noch eine wahllose Auswahl von Bildern. Wer etwas drauf erkennt kann gerne kommentieren. Am besten Bild 1 links oben beginnend und dann nach rechts Bild 2 usw.

Liebe Grüße vom Hafentag in Les Sables d’Olonnes

Eure Sonnencrew

 

Lauschige Ankerbucht

Liebe Followers,

erstmal Danke für Eure Kommentare. Besonderen Dank an die Insulanerinnen im Norden und die Brüder und Schwestern. Jeder einzelne wird erfreut diskutiert.

Heute gibt es viel zu erzählen. In aller Kürze, nach einem schönen Abend in La Rochelle ging es heute bei Hochwasser um 13.30 los, weil dann erst die Schleuse öffnet.

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Kurz nach dem Auslaufen durch d1e Schleuse und die Brücke, das alle 3 Schiffe bravourös gemeistert haben drehte Tom auf einmal ab.

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Dank unserer hervorragenden Funker, die wirklich einen guten Job machen, um die Flottille zusammenzuhalten, wussten wir schnell was Sache war. Das Kühlwasser war blockiert und der Motor drohte zu überhitzen. Zum Glück konnte die Crew das Problem im Hafen recht schnell beheben und die Tempo wieder auf den Atlantik führen. Da die nächste Überraschung:

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Am Wind bei 5-6 bft war das 2 Reff angesagt und eine sportliche Kreuz. Danke Silke für das schöne Video. Glücklicherweise hat sich der Wind auf die Vorhersage besonnen und wir liegen bei 2 bft in einer lauschigen Ankerbucht vor der Ile d’Oleron. Na ja, die Meinungen über die „Lauschigkeit“ der Bucht gehen weit auseinander.

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Aber das dürfen Euch die Expeditionsmitglieder später selbst berichten. Es bleibt spannend.

Bleibt uns treu. Und über Kommentare auch der Expeditionsteilnehmer freuen wir uns sehr. Eure Atlantiksegler.

Ablegemanöver

Liebe Freunde, wir sind jetzt nach dem langen aber unheimlich schönen Nachtschlag in La Rochelle angekommen. Alle sind wohl auf und wir hatten einen schönen Wind meistens Backstagsbrise und laue Temperaturen.

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Es kommt schon so was wie Südseefeeling auf…..

Das schöne an den Nachtschlägen sind ja die Sonnenunter- und -aufgänge, hier ein paar Schnappschüsse.

Für die Rätselfüchse unter Euch: welches ist der Sonnenaufgang, welches der -Untergang? Wir freuen uns wie immer auf Kommentare, und bedanken uns jetzt schon ganz herzlich bei denjenigen, die schon eine Kommentar hinterlassen haben. Das freut immer die ganze Crew, und es gibt schon einige Crewmitglieder, die versprochen haben, dass ihre Kollegen ganz besonders kommunikativ sind……..

 

Ein Nachtschlag beginnt ja immer mit einem Ablegemanöver, und da wir ja einen Ausbildungstörn machen, gibt es auch Übungseinheiten. Ein besonders schönes Beispiel haben wir gestern morgen beim Ablegen in Port Haliguen aufgenommen. Sophia hat unter der Anleitung von Tom ein Prachtmanöver „Eindampfen in die Achterspring“ hingelegt. Achterspring? „Man lernt doch normalerweise in die Vorspring eindampfen“.

Bei vorlichem Seitenwind ist die Achterspring aber besser. Man lässt sie auf Slip und gibt leicht achterlich Gas. Dabei geht der Bug vom Steg weg. Das Heck fendert man gut ab. Wenn der Bug dann durch den Wind ist gibt man Gas nach vorne, löst die Achterspring, die sich natürlich nicht verheddern darf, und ist schon frei. Ein ideal durchgeführtes Manöver seht ihr hier von der Tempo.

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Jetzt sitzen wir in einem Bassin de Flot in La Rochelle. Hier gibt es ein Tor, das nur um die Hochwasserzeit herum öffnet. Bei einem bestimmten Wasserstand bei ablaufendem Wasser schließt es und man schwimmt dann im Hafen wie in einer Badewanne. Draußen fällt die Zufahrt dann trocken.

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Dummerweise ist darüber noch eine Fußgängerbrücke, die nur sporadisch öffnet. Und wie das immer so ist, fallen genau dann, wenn man vor der Brücke warten muss heftige Böen ein. Und die bleiben nach Murphies Law auch bis zur Brückendurchfahrt und bis zum Anlegen. Es hat aber alles geklappt, es gab helfende Hände der Hafenbediensteten, alle sind wohlauf und die Schiffe sind ohne jeglichen Kratzer.

Bis zum nächsten Mal, Eure gut gelaunten StSGler

 

Nachtfahrt

Liebe Nachtschwärmer,

für alle, die noch wach sind ein kurzer Live Bericht. Die StSG Flotille befindet sich auf Nachtfahrt. Wir sind NordWestlich der Ile D’Yeu, haben eine herrliche Backstagbrise aus Nord West, die uns mit 5-6 kn unserem Ziel La Rochelle entgegntreibt. Auf der Belle Ile, dem Katamaran haben wir noch den Spi oben. Der Autopilot hält ideal Kurs, so dass er gut steht.

Hier noch ein Bild vom Sonnenuntergang auf See.

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Das ist ein live Bild unserer aktuellen Situation. Das rote Schiff sind wir. Wir müssen gerade dem Fischer, der ein langes Schleppnetz schleppt ausweichen( der gelbe Dreieck. Wir fahren mit 6,0 Knoten mit einem Südkurs (175 Grad) Vor uns die Ile d‘ Yeu die wir an Backbord in ca. 1 Stunde passieren werden. Hinter uns, das lila Dreieck ist Bernd mit der Voile de Layon. Tom hat leider kein AIS, deshalb können wir ihn nicht sehen. Bis nach La Rochelle sind es noch 69 Seemeilen und wir werden ca. 10.00 dort ankommen, wenn der Wind durchhält.

So, jetzt muss ich aufhören, Maya geht es gerade nicht gut.

Bleibt unserem Blog treu, wir melden uns wieder aus La Rochelle
Euer Hägar und die ganze StSG crew

Reunion

So, liebe Freunde, der erste Tag ist vorbei. Die StSG ist wieder vereint. Sowohl Bernd aus Le Crouesty mit der Voile du Layon IV als auch Tom mit der Tempo und der Katamaran Belle Ile sind jetzt in Port Haliguen. Es gab viel Sonne und wenig Wind. Sowohl die X als auch die First konnten ihre Schwachwindeigenschaften am Wind ausspielen. Keine Chance für den großen Kat……

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Jetzt sind wir alle 3 Schiffe nebeneinander im Hafen und habe auf den tollen ersten Tag schonmal mit dem Sekt von Fritsch und Sabin aus der Magnumflasche angestoßen.20190824_183736

 

Ihr seht, die Stimmung ist gigantisch, auf dem Kat kann man sich mit 24 Personen aufhalten, jetzt geht es in eine Galetterie zum Essen. Das Wasser steigt jetzt wieder und morgen hoffen wir auf eine schöne Backstagsbrise, um die Nacht durch bis nach La Rochelle durchzusegeln.

Wir sehen uns, Euer Hägar

Ankunft in der Bretagne

Hallo zusammen,

hier der erste Wasserstandsbericht aus der Bretagne. Alle 7 Autos mit den 24 Törnteilnehmern sind gut angekommen. Interessanterweise haben sich 5 Fahrzeuge, obwohl alle unterschiedlich gestartet sind, in einer Raststätte mitten in Frankreich mehr oder weniger zufällig getroffen!!!

Alle 3 Schiffe sind jetzt in Beschlag genommen, die Abnahmen und die Übergaben laufen. Kleinere Schäden müssen noch behoben werden. Bei der X 46 ist ein Riss in der Fock, hoffentlich ist das schnell zu reparieren. Ansonsten wollen wir heute nach Port Haliguen, wo wir uns mit den 3 Schiffen treffen werden. Bernd mit der First 40 startet ja in einem anderen Hafen.

Wetter und Stimmung ist gut, der Kat ist rieeeeesig, mal sehen wie er segelt. Hier die ersten Bilder. Wir melden uns heute Abend in Port Haliguen wieder.

Bis dahin bleibt uns gewogen, Euer Hägar und die hochmotivierten Segler der StSG.

 

Ende der Trockenübungen

Liebe Freunde,

jetzt gehen wir in die letzte Runde der Vorbereitungen. Ihr werdet wahrscheinlich schon anfangen zu packen und die letzten Detailplanungen zu machen. Unsere theoretischen Trockenübungen zur Tide beenden wir jetzt. Jetzt gehen wir in Medias Res. Falls Ihr fleißig die Aufgaben angegangen seid, solltet Ihr gut vorbereitet sein auf unseren Törn, und falls nicht, genießt einfach die Gegend, das Essen, die Häfen und die nette Gesellschaft unserer Flottille.

Wir starten ja aus zwei verschiedenen Häfen und werden deshalb am Samstag den 24.8. 2019 die 3 Schiffe in einem Hafen zusammenführen. Dort werden wir dann auf dem Katamaran mit einem Sektempfang den Flottillentörn offiziell beginnen. Zu diesem Zweck hat uns Fritsch und Sabin eine Magnumflasche Winzersekt spendiert. 20190818_133828

Ich freue mich schon riesig darauf die Flasche mit Euch zusammen zu öffnen (es gibt selbstverständlich auch was für die Kinder, und die die keinen Sekt wollen).

Außerdem könnt Ihr so langsam anfangen bei Euren Familien, Verwandten, Freunden und Bekannten die Blog Adresse zu streuen, damit sie uns folgen können.

https://stsgbretagne.blog/

Wir werden wieder versuchen jeden Tag ein update mit Berichten, Fotos und Videos zu geben. Letztes Jahr hatten wir 67 Follower. Es wäre toll wenn wir dieses Jahr die 100 schaffen würden. Und Ihr könnt auch gerne dazu animieren Kommentare zu senden.

Wir sehen uns dann in der Bretagne.

Bis dahin, Euer Hägar

Flaggleine

Liebe Freunde des Segelsports,

unser Törn steht ja unter dem Motto der Kompetenzerweiterung. Deshalb möchte ich heute von einer Erfahrung berichten, die fast problematisch geworden wäre, in der Hoffnung, dass nicht nur ich was draus lernen kann, sondern alle. Es hat mit der Flaggleine zu tun, eigentlich eine unspektakuläre Einrichtung auf einem Segelboot, aber sie kann in der Tat zu sehr kritischen Situation führen.

Wie kam es dazu: Der WLan Repeater hängt bei mir oben in der Flaggleine, damit der Empfang besser ist. Ich habe vor dem Auslaufen vergessen ihn wieder herunterzuholen (erster Fehler) draußen hatte es recht guten Wind mit 10-12 kn, alles war gut.

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Der WLan Repeater hängt in einem Netz, und durch den Wind ist der untere Haken, mit dem das Netz nach unten abgespannt war, herausgesprungen. Die halbe Flaggleine lag auf Deck. Ich habe sie notdürftig (2. Fehler) gesichert.

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Der Wind nahm zu und ich bin beigelegen und habe dabei das Groß gerefft. Beim Beiliegen und Reffen hat sich ein zu langes freies Ende der Reffleine in den Großschotblock gezogen, und diesen blockiert. Das konnte ich wieder befreien, weil ich ja ein German Cupper mainsheet system habe und ich auf der anderen Seite die Winsch bedienen konnte. Danach habe ich die Leine wieder nur notdürftig aufgeschossen, da es mittlerweile sehr ruppig war und ich das Ruder nicht zu lange verlassen konnte (3. Fehler, ich hätte sie in dieser Situation gleich abschneiden sollen). Der Wind wurde immer stärker und ich musste auch noch die Genua reffen.

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Beim Reffen der Genua schlagen die Schoten wie wild, und die Flaggleine hat sich wieder gelöst. Und dabei hat sie sich so stark um die beiden Fockschoten gewickelt, dass ich die Genua nicht komplett bergen konnte. Jetzt habe ich endlich das Messer genommen und bei über 25 kn Wind die Flaggleine gekappt. Das war aber ganz schön gefährlich auf dem tanzenden Vorschiff mit der schlagenden Restgenua und dem scharfen Messer.

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Zum Schluss hat die neue Flaggleine 2,40 € gekostet.

Ihr seht, wie ich es in einem älteren Blog mal geschrieben habe, kann durch eine Verkettung mehrere Fehler durchaus eine kritische Situation entstehen.

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Soviel für heute, und ich hoffe, dass Ihr aus dem Vorfall genau so viel lernt wie ich. Ich werde in Zukunft der Flaggleine und insbesondere deren Befestigung am Boot deutlich mehr Aufmerksamkeit schenken.

Bis demnächst Euer Hägar